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22.01.2020   Nordrhein-Westfalen
Acht Tipps: Mitarbeiter zu Markenbotschaftern machen
Wie ermuntere ich Mitarbeiter zur Kommunikation über das eigene Unternehmen? Die Teilnehmerrunde des DPRG Impuls-Stammtischs-Unternehmenskommunikation hat dazu acht Tipps erarbeitet.
Beim 3. DPRG Impuls-Stammtisch-Unternehmenskommunikation haben sich am 16. Januar in Düsseldorf rund 20 Vertreter aus großen und mittelständischen Unternehmen sowie Verbänden und Beratungen getroffen. Im Mittelpunkt des Austausches stand dieses Mal das Thema: "Wie befähige ich Mitarbeiter, für das Unternehmen zu kommunizieren?"
 
Im Zuge der Diskussion in der Teilnehmerrunde haben sich vor allem die unten folgenden Punkte herauskristallisiert, um Mitarbeiter zur Kommunikation über das eigenen Unternehmen zu ermuntern. Dabei haben sich die Teilnehmer weitestgehend auf die sozialen Medien als Kanal der Kommunikation fokussiert. „Wenn Unternehmen die beschriebenen Schritte zur Kommunikation über Twitter, LinkedIn und Co. erfüllen, wird auch die Kommunikation über persönliche Kanäle beispielsweise beim Abendessen oder beim Treffen mit Freunden gut funktionieren“, sagt Georg Lamerz, Initiator und Moderator des DPRG-Stammtischs.


1. Die richtige Kultur
Stolze Mitarbeiter kommunizieren gerne wohlwollend über ihre Tätigkeit und über ihr Unternehmen. Entscheider müssen gewillt sein, ein Stück weit die Kontrolle über die Kommunikation aus der Hand zu geben und ihre Mitarbeitern befähigen, auch während der Arbeitszeit soziale Netzwerke zu nutzen und über das Unternehmen zu kommunizieren.


2. Social-Media-Schulungen
Alle Mitarbeiter im Umgang mit Social Media zu schulen, ist das A und O. Neben den Basics kann eine gute Schulung auch ein Krisentraining und eine Schreibwerkstatt beinhalten.


3. Social-Media-Guidelines
Für die Mitarbeiter ist es wichtig zu wissen, was sie kommunizieren dürfen. Es braucht einen festgesteckten Rahmen. Gleichzeitig können Social-Media-Guidelines ein erstes klares Signal an Mitarbeiter sein, dass eine Kommunikation überhaupt gewünscht ist.


4. Führungskräfte als Vorbild
Leading by example. Wenn Führungskräfte selbst in sozialen Medien Themen des Unternehmens verbreiten, folgen die eigenen Mitarbeiter bereitwilliger. Punkt 8. unten gilt aber auch hier. Authentizität ist wichtig. Es ist besser, der CEO schreibt seine Tweets selbst. Über Reverse-Mentoring können weniger Social Media affine Führungskräfte von jüngeren Kollegen angeleitet werden.


5. Angebote machen
Nicht jede Meldung im Intranet oder jeder Brief des CEO ist optimal geeignet, um von Mitarbeitern aktiv nach draußen getragen zu werden. Es kann also hilfreich sein, Mitarbeitern Inhalte anzubieten. Ein zentraler Ort, wie etwa ein Content-Hub, ist hierfür gut geeignet. So wissen Mitarbeiter sofort, welche Themen kommuniziert werden sollen.


6. Unterstützung bieten
Für Rückfragen oder weitere Unterstützung sollte ein fester Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Darüber hinaus können Unternehmen ihren Mitarbeitern auch bei den technischen Voraussetzungen helfen. Die Telekom verleiht auf Anfrage beispielsweise Smartphones mit einer simplen Schnittsoftware zur Herstellung von qualitativ gutem Video-Content. Eine interessante Websession der DPRG mit Philip Schindera, Head of COM der Telekom, zum Thema Corporate Influencer gibt es hier.


7. Anreize schaffen
Incentives können helfen, das Engagement der Mitarbeiter als Botschafter zu steigern. Ob dies zum Ziel führt, hängt dabei auch von der Unternehmenskultur ab. Herrscht beispielsweise ein starkes Konkurrenzverhalten, können Gamification-Ansätze gut wirken.


8. Authentizität
Das wichtigste in der Kommunikation über soziale Medien ist und bleibt Authentizität. Das gilt für den twitternden CEO ebenso wie für den Facebook-Post des Mitarbeiters. Entscheidend ist, dass die Mitarbeiter wissen, dass die angebotenen Inhalte für ihre eigene Kommunikation adaptiert werden dürfen, ja sogar sollen.
 
Einen Tipp einer Teilnehmerin noch zum Schluss: Wer ein Markenbotschafterprogramm aufsetzt, sollte unbedingt von Anfang an den Betriebsrat mit einbinden, um Ziele und Ideen zu erläutern und Hindernisse bei der Einführung zu vermeiden.
 
Zum Format
 
Der Impuls-Stammtisch-Unternehmenskommunikation dient dem informellen Erfahrungsaustausch unter Kommunikatoren – innerhalb und außerhalb der DPRG. Bei dem Format der DPRG Landesgruppe NRW steht der Austausch im Mittelpunkt. Zu Beginn jedes Netzwerk-Abends wird in der Teilnehmerrunde ein bestimmtes Thema diskutiert. Den Impuls für die tägliche Arbeit liefern die Teilnehmer so selbst. Der Netzwerk-Abend findet immer am dritten Donnerstag in den ungeraden Monaten mit wechselnden Fokusthemen und in wechselnden Locations statt.


Hier finden Sie weitere Fotos von der Veranstaltung. 

Landesgruppe

Nordrhein-Westfalen

Mit mehr als 400 Mitgliedern stellt Nordrhein-Westfalen die meisten DPRG-Mitglieder eines einzelnen Bundeslandes. Ebenso vielgestaltig wie die Regionen ist auch das Spektrum der PR in diesem Land, das von Großunternehmen der klassischen Industrien bis zu spezialisierten Start-ups, Verbänden und Kommunikationsberatern reicht. Im Schnitt erhalten unsere Mitglieder in NRW damit alle sechs Wochen eine Einladung: Unternehmensbesuche, Talk-Runden, Blicke in die Organisation und Strukturen der PR-Verantwortlichen von Verbänden oder Institutionen. Im Vordergrund steht für uns der fachliche und persönliche Austausch: Das Voneinander-Lernen und Netzwerken hilft auch Mitgliedern, die keinen großen Stab an Experten hinter sich haben, stets fachlich „up to date“ zu sein.

Kontakt: nrw@dprg.de

Ansprechpartner

Vorsitzender
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Stv. Vorsitzender
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Stv. Vorsitzender
Wolf-Dieter Rühl
Stv. Vorsitzender
Thilo Sagermann
Beisitzer: Max-Niklas Gille (Young Professionals), Nicole Jakobs, Marie Therese Junkers, Susanne Kirchhof, Prof. Dr. Karl-Martin Obermeier, Regine Hellwig-Raub, Markus Richard Spiecker