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News / Besuch im Google AI Center Berlin
Gruppenfoto vor dem „Google Berlin"-Aufgang ©Caroline Helbing
23.09.2026   Berlin/Brandenburg
Besuch im Google AI Center Berlin
Was nimmt man mit, wenn man Google beim eigenen Kommunizieren über die Schulter schaut? Drei Dinge, die auch für alle nützlich sind, die nicht dabei sein konnten.
Nach der Sommerpause hat die DPRG Landesgruppe Berlin-Brandenburg einen besonderen Ort besucht: das Google AI Center Berlin im historischen Gropius-Ensemble. Gemeinsam mit dem Verband Berliner Pressesprecher haben wir am 16. September hinter die Kulissen geschaut und uns gefragt: Wie kommuniziert ein Tech-Konzern eigentlich selbst, wenn KI die Kommunikation gerade neu erfindet

Damit auch die etwas davon haben, die nicht dabei sein konnten, das Wichtigste zum Mitnehmen:

1. Trennen, was intern hilft und was nach draußen geht

Googles Kommunikationsteam nutzt KI selbstverständlich intensiv: als Arbeitshilfe für Recherche, Terminvorbereitung, erste Entwürfe. Aber es zieht eine klare Linie: Was extern erscheint, läuft über einen bewussten Freigabeprozess, im Zweifel mit dem Legal Team. Diese Trennschärfe zwischen internem Werkzeug und veröffentlichter Aussage kann sich jede Kommunikationsabteilung abschauen und als Bestätigung lesen: Innovation ist wichtig; Verantwortung auch.

2. Urteilskraft und Vertrauen beim digitalen Handwerkszeug

Mit SynthID versieht Google medialen KI-Output mit einem Wasserzeichen, ob Bild, Video oder Audio, direkt bei der Erzeugung. Dieses Kennzeichnen an der Quelle funktioniert und ist essenziell, um Fakes zu erkennen kaum. Für uns KommunikatorInnen und Kommunikatoren heißt das: Herkunft und Transparenz beurteilen und handhaben zu können, gehört künftig zum kommunikativen Handwerkszeug.

3. Zwei Tipps zum Sofort-Ausprobieren

Aus historischem Bildmaterial, wie etwa der eigenen Firmengeschichte, lässt sich informatives und begeisterndes Rich Media Material generieren. Und Vortragsfolien lassen sich in eine kurze Podcast-Episode verwandeln, die sich leichter konsumieren und breit teilen lassen. Deutlich charmanter als die klassische Folien-PDF.

Am Abend selbst eine lebhafte Debatte über Medienrecht und die Frage, ob und wie KI-generiertes Bildmaterial in der PR überhaupt entstehen darf und sinnvoll verwendet werden kann. Die spannendsten Fragen waren an diesem Abend nicht technischer, sondern kommunikativer und rechtlicher Natur.

Und dann gab es auch den Teil, den keine Demo oder Zusammenfassung ersetzen kann: Das Netzwerken danach. Genau dafür sind wir da: um Menschen zusammenzubringen, die Kommunikation leben und lieben.

Die Resonanz war so groß, dass wir bereits an einem Folgetermin arbeiten. Es lohnt sich also, dranzubleiben.

Herzlichen Dank an Ralf Bremer, Valerie Ponell und Marlena Ngoc Dung Nguyen von Google für die offenen Einblicke und die ehrliche Diskussion.

Landesgruppe

Berlin/Brandenburg

Mit Seminaren, Workshops und Tagungen engagiert sich unsere rund 300 Mitglieder starke Landesgruppe für die Professionalisierung des PR-Berufsstandes. Die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg bietet uns als herausragender Politik-, Wissenschafts-, Kultur- und Medienstandort die ideale Plattform, um Praktiker*innen und Theoretiker*innen sämtlicher Kommunikationsdisziplinen zusammenzuführen. Aktives Networking für den kreativen, innovativen Dialog ist unsere Devise. Wir verstehen uns als offenes, transparentes, auf fachlichen Austausch ausgerichtetes Netzwerk von und für Entscheider*innen, Mitarbeiter*innen und Young Professionals in der PR- und Kommunikationsbranche.

Kontakt: berlin-brandenburg(at)dprg.de

Ansprechpartner:innen

Vorsitzende
Sandra Pabst
Stv. Vorsitzende
Carolin Helbing
Beisitzer: Elke Beune, Luca Samlidis, Felix Rentzsch