„Lohnt sich Landtag noch?“ – Klare Antwort: Ja.
Drei Landtagswahlen im September 2026 in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin – und viele Unternehmen fragen sich, ob sich Interessenvertretung auf Landesebene in einer fragmentierten, radikalisierten Parteienlandschaft überhaupt noch lohnt.
Der DPRG-Expertenkreis Public Affairs hat dazu gemeinsam mit dem Deutschen Rat für Public Relations ein neues Policy Paper mit dem Titel „Lohnt sich Landtag noch?“ erarbeitet und acht Thesen aufgestellt. Zudem enthält das Papier Empfehlungen für die Kolleginnen und Kollegen aus der Public Affairs auf Landesebene.
Wer nur auf Berlin oder Brüssel schaut, verpasst die entscheidende „letzte Meile“. Die Landesebene ist eine Gestaltungsmacht, denn die Transformationsaufgaben unserer Zeit von Energiewende bis Digitalisierung finden auf Länderebene statt.
Drei Gründe, warum Landespolitik jetzt wichtiger wird statt unwichtiger:
- Landtage sind Frühwarnsysteme – politische Konflikte werden regional zuerst sichtbar, bevor sie bundesweit ankommen
- Sie sind Reallabore – Pilotprojekte und Experimentierklauseln lassen sich hier risikoärmer testen und später bundesweit übertragen
- Fragmentierung verändert die Spielregeln – heute zählt weniger der Zugang zu Einzelpersonen als das systematische Management themenbezogener Netzwerke, denn auch die Opposition wird zum Mehrheitsbeschaffer
Eine Besonderheit: Das Paper beleuchtet auch, warum mediale Interessenvertretung in Ostdeutschland eigenen Regeln folgt – historisch bedingt durch die fast vollständige westdeutsche Übernahme der ostdeutschen Presselandschaft nach 1990.
Das Fazit:
Public Affairs auf Landesebene lohnen sich, wenn sie frühzeitig, regional anschlussfähig, faktenbasiert und transparent erfolgen.
Vielen Dank an die Mitglieder des EK-Public Affairs und dem DRPR für die Erstellung des Papiers.
Hinweis: Das Policy Paper steht zur kostenlosen Bestellung
auf der DPRG-Website bereit