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News / Wenn Hass zur Kampagne wird
Bild: © Philipp Linker
Wenn Hass zur Kampagne wird
Was tun, wenn Hasskampagnen Menschen aus dem öffentlichen Raum drängen? Der DPRG-Krisencocktail am 10. August diskutiert einen realen Fall und die Herausforderungen für Krisenkommunikation.
Hinweis zu sensiblen Inhalten:

Dieser WebTalk behandelt sexualisierte Gewalt sowie digitale Bedrohungs- und Einschüchterungskampagnen. Wenn dich das Thema persönlich berührt, prüfe bitte bewusst, ob eine Teilnahme für dich derzeit passend ist.

Es gibt Krisen, für die es erprobte Abläufe gibt. Und es gibt Fälle, in denen die üblichen Muster nicht greifen.

Eine Lokalpolitikerin tritt von ihrem Amt zurück. Nicht, weil sie einen Fehler gemacht hat, sondern weil die sexualisierten Angriffe in den sozialen Medien so massiv werden, dass sie ihr ehrenamtliches Engagement nicht mehr fortsetzen kann.

Was zunächst wie eine Reihe einzelner Übergriffe erscheint, erweist sich bei genauerem Hinsehen als systematische Kampagne: mit erkennbaren Eskalationsstufen und dem Ziel, eine Frau aus dem öffentlichen Raum zu drängen.

Thomas Zimmerling kennt den Fall als Sprecher von Volt Wiesbaden aus nächster Nähe. In seinem Impuls zeigt er:


  • wie aus einzelnen Angriffen eine koordinierte Kampagne entsteht,
  • welche Folgen dies für die betroffene Person hat,
  • welche rechtlichen, medialen und strategischen Handlungsoptionen Politik und Kommunikation haben,
  • und welche Bedeutung öffentliche oder institutionelle Reaktionen haben – gerade dann, wenn sie ausbleiben.


Anschließend diskutieren wir den Fall gemeinsam mit Hartwin Möhrle, einem der erfahrensten Krisenberater im deutschsprachigen Raum.

Dabei beschäftigen uns unter anderem folgende Fragen:

Kann das Verfahren selbst zur Botschaft werden? Wann sollte ein Verdacht kommuniziert werden – und wann nicht? Wie lassen sich Betroffene schützen, ohne sie durch die Kommunikation erst recht zum Gegenstand öffentlicher Aufmerksamkeit zu machen?

Klar ist: Ein Schema F gibt es nicht. Zu viel hängt vom jeweiligen Kontext, vom Schutzbedürfnis der Betroffenen, von der Dynamik der Öffentlichkeit und vom Stand der Aufklärung ab. Gerade deshalb ist eine offene und differenzierte Diskussion darüber notwendig.

Unsere Gäste:

Thomas Zimmerling ist Geschäftsführer von Schema C Consulting in Wiesbaden, ehemaliges Mitglied des DPRG-Bundesvorstands und Compliance-Beauftragter des Verbandes. Seine Beratungsschwerpunkte sind Krisenkommunikation, Public Affairs und Digitalisierung.

Hartwin Möhrle ist Senior Advisor, Führungskräfte-Coach und Trainer. Als Mitbegründer und langjähriger geschäftsführender Gesellschafter von A&B One beriet er mehr als 25 Jahre lang Unternehmen, öffentliche Institutionen und Führungskräfte in akuten Krisen sowie in der Krisenprävention. Er ist Autor des Standardwerks „Risiko- und Krisenkommunikation“ und lehrt an mehreren Hochschulen.

Moderiert wird die Runde von Norbert Minwegen, Co-Leiter des DPRG-Arbeitskreises Krisenkommunikation und Issuesmanagement. 

DPRG-Krisencocktail: Wenn Hass zur Kampagne wird
Termin: Montag, 10. August 2026, 17:00 Uhr
Format:  Webkonferenz über Microsoft Teams, maximal 90 Minuten

Hier geht es zur Anmeldung.
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Krisenkommunikation / Issues Management

Krise ist das New Normal, der Skandal mutiert zum Standard 

In Ergänzung zu unserem geschlossenen Arbeitskreis mit vertraulichen Sitzungen sind wir weiterhin hybrid unterwegs: Klickt Euch in unserer Pop-Up-Bar der „Interessengruppe Krisenkommunikation“ über unsere App DPRG.mobil ein. Hier bieten wir eine virtuelle Plattform zum Chatten, Lernen und Netzwerken. In lockerer Reihenfolge organisieren wir virtuelle Talks, wir nennen sie „Krisencocktails“. Ihr Spektrum ist offen: Mal sind es Deep Dives, mal Nahaufnahmen, mal Cases – je nachdem, was Euch interessiert. Wir wünschen uns sehr, dass möglichst viele bei der Interessengruppe Krisenkommunikation mitmachen und spannende Themen oder Fragestellungen beisteuern. Denkt dran, jede Bar ist nur so gut wie ihre Drinks und Gäste! Lasst uns gemeinsam auf Max Frisch anstoßen: „Krise ist ein ungemein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“
 
Kontakt: krisenkommunikation(at)dprg.de


Foto: Norbert Minwegen: komed.de, Martin Riecken: Christian Wyrwa, Torsten Rössing: Dennis Williamson

Ansprechpartner:innen

Norbert Minwegen
Sparkasse KölnBonn
Leiter Stiftung Kultur und Medien

Tel.: +49 221 22652190

Martin Riecken

Selbständiger Krisenberater

Tel.:

Torsten Rössing
Conducttr Germany GmbH
Krisenmanager und Co-CEO

Tel.: