…als neues DPRG-Mitglied: Fanni Brinkmann, Gründerin von Brinkmann PR in Potsdam und PR-Referentin für die FAPIQ
Warum haben Sie sich für eine Tätigkeit im Kommunikationsbereich entschieden?
Ich jobbte schon als Teenagerin für lokale Medien und habe früh gemerkt, dass ich Geschichten erzählen will. Aber gezielter: Mich reizte die Idee, Geschichten dafür zu nutzen, Projekte, Unternehmen oder Organisationen sichtbar zu machen und ihnen eine Stimme zu geben.
Was mich fasziniert, ist die strategische Kraft guter Kommunikation: Sie schafft Vertrauen, öffnet Türen und macht Expertise sichtbar. Besonders kleine Unternehmen haben oft hervorragende Produkte und Dienstleistungen, aber keine Ressourcen für große Marketing-Budgets. Genau hier kann strategische PR den entscheidenden Unterschied machen.
Diese Unternehmen zu befähigen, ihre Geschichten professionell zu erzählen und im KI-Zeitalter nachhaltig sichtbar zu werden, ist für mich nicht nur beruflich erfüllend, sondern auch gesellschaftlich wertvoll.
Welche Kommunikationsthemen oder -bereiche interessieren Sie besonders?Mein Fokus liegt auf strategischer Pressearbeit und nachhaltiger PR für KMU und kleine Teams ohne eigene Kommunikationsabteilung. Besonders wichtig ist mir dabei der „Slow PR"-Ansatz: Substanz statt Social-Media-Hustle, langfristige Beziehungen statt kurzfristiger Hypes, damit Unternehmens- und Projektkommunikation auch wirklich umsetzbar ist. In Zeiten von KI und Informationsüberflutung wird authentische, strategisch durchdachte Kommunikation zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil.
Zudem beschäftige ich mich intensiv damit, wie kleine Teams KI(-Tools) als Sparringpartner sinnvoll in ihre PR-Arbeit integrieren können, ohne die menschliche Komponente zu verlieren. Denn Vertrauen lässt sich nicht automatisieren.
Welche Erfahrungen, Tipps möchten Sie gern an andere Kommunikatorinnen und Kommunikatoren weitergeben?Mein wichtigster Tipp: Verzichten Sie auf hektisches Echtzeit-Newsjacking und zeitfressende Experimente. Investieren Sie stattdessen in ein solides PR-Fundament, klare Positionierung, durchdachte Strategie und verlässliche Routinen. Viele Unternehmen springen von Trend zu Trend, ohne ein stabiles System aufzubauen. Dabei braucht es keine komplizierte Theorie, sondern pragmatische Strukturen, die auch mit wenig Zeit funktionieren.
Mit der richtigen Strategie können auch kleine Teams professionelle Pressearbeit etablieren und ihre Kommunikation zum Motor für Kundenanfragen machen. Und: Gute PR braucht Zeit und steht damit im Widerspruch zur Informationsflut im KI-Zeitalter. Planen Sie lieber langfristig und bleiben Sie konsequent dran.
Warum sind Sie DPRG-Mitglied geworden und welche Erwartungen knüpfen Sie an die Mitgliedschaft?Die DPRG steht für Professionalität und Qualitätsstandards in der Kommunikationsbranche, also genau die Werte, die auch meine Arbeit prägen. Als Selbstständige ist mir der fachliche Austausch mit Kolleginnen und Kollegen wichtig, um am Puls der Zeit zu bleiben und voneinander zu lernen. Ich freue mich daher sehr auf die Vernetzung mit anderen PR-Profis, auf Zugang zu aktuellem Fachwissen und die Möglichkeit, gemeinsam die Bedeutung strategischer Kommunikation – gerade für kleinere Unternehmen – weiter zu stärken.
Gleichzeitig möchte ich meine Erfahrungen aus meiner Arbeit mit KMU und aus der Sozialkommunikation – unter anderem als PR-Referentin für die FAPIQ (Fachstelle Altern und Pflege im Quartier) – einbringen und zeigen, dass professionelle PR auch ohne große Agentur-Budgets möglich ist.
Wie/Wodurch sind Sie auf eine Mitgliedschaft in der DPRG aufmerksam geworden?
Wer in Deutschland professionelle PR macht, kommt an der DPRG eigentlich nicht vorbei. Ich wollte schon lange Mitglied werden, weil der Verband eine starke Stimme für Kommunikatorinnen und Kommunikatoren ist und ich seine Angebote und Formate nutzen möchte. Insofern war mir die DPRG also schon lange bekannt.
Was wünschen Sie sich für Angebote?Ich würde mir Formate wünschen, die den Austausch zwischen Selbstständigen, Freelancern und Agentur-PRlern fördern – etwa regionale Netzwerktreffen oder Online-Workshops zu aktuellen Themen wie KI in der PR-Arbeit. Auch Praxisformate, bei denen wir konkrete Cases diskutieren und voneinander lernen können, fände ich sehr wertvoll. Zudem wäre ein stärkerer Fokus auf die speziellen Herausforderungen von Solo-Selbstständigen und kleinen Beratungen spannend, da unsere Arbeitsrealität oft anders aussieht als die in großen Agenturen.
Herzlichen Dank für das Interview. Wir wünschen Dir ein gutes Ankommen in der DPRG, liebe Fanni.Fanni Brinkmann freut sich über eine
Vernetzung über LinkedIn.
Wenn Sie Interesse an einer DPRG-Mitgliedschaft haben, wenden Sie sich gern an die Ansprechpersonen in der DPRG-Geschäftsstelle unter
info@dprg.de oder direkt an unseren Mitgliederservice unter
mitgliederservice@dprg.de Herzlichen Dank!