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30.07.2020   Akzeptanzkommunikation
Digitale Beteiligungsformate: Ressourcenbedarf steigt
Nachdem die erste Auflage der gemeinsamen Veranstaltung der beiden DPRG-Arbeitskreise Akzeptanzkommunikation und Public Affairs zum Thema digitale Beteiligungsformate ein voller Erfolg war, folgte am 27. Juli die Fortsetzung.
Während beim ersten Mal fünf Impulse aus der Praxis im Vordergrund standen, konnte Ende Juli über die Ergebnisse und offenen Fragen diskutiert werden. Nachdem Ulf Mehner Hypothesen aus der ersten WebEx vorgestellt hatte, diskutierten die mehr als 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter fokussierter Leitung von Ulla Herlt in sehr strukturierter Weise technische, inhaltliche und operative Fragen der digitalen Beteiligung.
 
Eine wesentliche Erkenntnis: Obwohl digitale Formate den Ruf haben, günstiger zu sein als Präsenzveranstaltungen, ist das Gegenteil der Fall. Mehr Zeitaufwand für Proben, größerer Detailgrad in der Ablaufplanung, mehr Kosten für Technik und ein größerer Aufwand, um keine relevanten Stakeholder im Beteiligungsprozess zu verlieren. Das sollte Organisationen klar sein, die aufgrund von Covid-19 digital statt real unterwegs sein müssen – und Dank dem Planungssicherstellungsgesetz auch sein dürfen.
 
Und ein weiterer Punkt wurde schnell deutlich: eine Online-Veranstaltung schafft nicht dasselbe Maß an Interaktion, Austausch und Involvement wie eine Präsenzveranstaltung. Der Trend wird deshalb wohl hin zu hybriden Formaten gehen, die online und analog verbinden. Denn Werkzeuge wie Jamboard, Mural oder Miro schaffen zwar Möglichkeiten, innerhalb eines Online-Events zu interagieren; sie erhöhen aber zugleich die digitalen Hürden für einige Zielgruppen. Dies gilt vor allem, wenn der Nutzer sein Mobiltelefon und keinen Festrechner benutzt.
 
Virtual und Augmented Reality sind trotz ihres mittlerweile geübteren Einsatzes in der Kommunikation bei Beteiligungsprozessen bisher nur Thema, wenn es um Visualisierungen von Bau- und Infrastrukturprojekten geht.
 
Als Idee der beiden Arbeitskreise sollen nun vermehrt Fachfrauen und -männer zu Spezialthemen der digitalen Beteiligung zu Wort kommen.
 
Autor: Thomas Zimmerling, Wiesbaden
 

Arbeitskreis

Akzeptanzkommunikation

Der Arbeitskreis Akzeptanzkommunikation beschäftigt sich mit den großen Umbrüchen unserer Zeit und ihrer kommunikativen Begleitung: großen Infrastrukturprojekten (z.B. Energiewende), neuen Technologien (z.B. E-Mobilität) und gesellschaftlichen Themen (z.B. Crispr, PID). An der Schnittstelle zwischen denen, die diese Umbrüche treiben und denjenigen, die sie betreffen, arbeiten wir Kommunikatoren gemeinsam mit Beteiligungs- und Dialogspezialisten. Unser Ziel ist eine frühzeitige Erkennung potenzieller Konflikte und die Herstellung von Zustimmung unter Beachtung unterschiedlicher Interessen von Stakeholdergruppen. 
 
Der Arbeitskreis Akzeptanzkommunikation ist ein Platz zum Netzwerken, für den Austausch von Best Practices und die Standardisierung von Methoden. Falls Sie Interesse an einer Mitarbeit haben, schreiben Sie uns, gerne auch persönlich über unsere Profile auf Xing und LinkedIn.
 
Am 5. November 2018 haben die Mitglieder des Arbeitskreises in Berlin eine Definition des Begriffs Akzeptanzkommunikation sowie Handlungsfelder erarbeitet.
 
Kontakt: akzeptanzkommunikation@dprg.de

Ansprechpartner

Sybille Höhne
Schneider + Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft
Referentin Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: 0160 3123972

Thomas Zimmerling
Schema C Consulting


Tel.: 0611-71678290

Ulf Mehner



Tel.: 351 50 14 02 00