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1. Virtueller DPRG-Stammtisch: Verbundenheit im Homeoffice
Es piept, pfeift und knarzt. Auf einmal ist alles ruhig, denn der Sound ist kurzfristig mal weg. Was der Freude keinen Abbruch tut, dabei zu sein. Rund 50 Kommunikatoren haben sich am Abend des 15. April zum 1. Virtuellen Stammtisch der DPRG eingefunden. Die Resonanz: Gerne mehr davon.
"So viele Teilnehmer hatten wir bei unseren Treffen in Frankfurt noch nie", sagt Anne Tessmer. Zusammen mit Georg Lamerz aus der DPRG-Landesgruppe NRW hat sie die länderübergreifende Veranstaltung organisiert.
 
Die Teilnehmer kommen nicht nur von Rhein, Main und Ruhr, sondern aus dem gesamten Bundesgebiet. Thomas Scharfstädt vom DPRG Office aus dem fernen Berlin liefert das technische Know-how. Die Stimmung: Viele kennen sich, es ist fast wie ein Familientreffen. Getränke werden präsentiert, stolz die bevorzugte Biermarke gelobt. Per Chat tauschen die Teilnehmer ihre LinkedIn-Profile aus - und kommentieren das Geschehen. Stammtisch halt, aber mit viel Substanz.
 
Das Dachthema wird - wenig verwunderlich - von Corona bestimmt. Und dem daraus resultierenden Arbeiten und Leben unter Ausnahmebedingungen. Das Informationsbedürfnis der Mitarbeiter ist so hoch wie nie. Gleichzeitig fehlt vielen der persönliche Austausch, der für den sozialen Kitt im Unternehmen sorgt. "Wie gehen Kommunikatoren damit um" lautet die Frage in der Einladung zum virtuellen Stammtisch. Antworten geben Anja Priefert vom Chemiepark-Betreiber Currenta und Katja Theis von der Deutschen Bahn.
 
Kommunikation aus dem Homeoffice ins Homeoffice
 
Der erste Schritt war eine Mail an alle Mitarbeiter, berichtet Priefert. Bisher folgten 15 weitere Mails: Fast täglich gibt es "Corona-Updates" des Unternehmens. An Themen herrscht kein Mangel. Etwa: Wie Krankmeldungen an die Personalabteilung zu schicken sind, wenn alle im Homeoffice sitzen, HR eingeschlossen. Infos zur Technik, etwa zu VPN-Kanälen. Oder auch schlicht zum Motto dieses Frühjahrs: "Abstand halten". Die Frage stellt sich, wie denn die Mitarbeiter zu erreichen sind, die nicht mit dem Notebook versehen am Schreibtisch sitzen. Davon hat Currenta einige. Die Antwort: Eine App, entwickelt in der Rekordzeit von einer Woche und mittlerweile von über 2.000 Mitarbeitern genutzt. Es gibt Videobotschaften der Geschäftsführung. Technisch nicht perfekt, dafür aber umso authentischer, aus dem Homeoffice ins Homeoffice.
 
Currenta als Chemiepark-Betreiber kommuniziert zudem mit den dort ansässigen und nicht eben kleinen Unternehmen, gibt Infos und schließt sich mit deren Kommunikationsverantwortlichen kurz. Die Currenta-Kommunikation trifft sich täglich zum Meeting, sowie zweimal die Woche mit den Kolleginnen und Kollegen am Standort. Und es gibt einmal am Tag ein virtuelle Kaffeepause mit dem Team, auf der über alles, aber nicht über Arbeit geredet wird. Schnell wird klar, dass die Teilnehmer des Stammtischs diese Maßnahme für besonders sinnvoll erachten. Der virtuelle Kaffeeklatsch ist auch Top auf der Agenda einer Online-Umfrage auf dem Stammtisch.
 
Live-Ticker und FAQs
 
Eine App gibt es bei der Deutschen Bahn schon seit Vor-Corona-Zeiten, berichtet Katja Theis. Diese ist das Hauptinformationsmedium in der Kommunikation mit den Mitarbeitern. Das ist auch sinnvoll, denn die Mitarbeiter der Bahn sind - wen wundert es - vornehmlich unterwegs. Und ein Smartphone haben fast alle. Zwei weitere Info-Formate sind Live-Dialogveranstaltungen vor Ort und ein Webcast. Die "Corona-Kommunikation" der Deutschen Bahn erfolgte wie in vermutlich vielen Unternehmen in zwei Phasen: Vor der heißen Phase ab Mitte März und danach.
 
Bis Mitte März wurden vor allem relevante Neuigkeiten kommuniziert, um den Mitarbeitern zu zeigen, dass das Unternehmen am Ball ist. Danach wird die Kommunikation deutlich verstärkt. Es gibt einen Live-Ticker mit Infos aus unterschiedlichsten Quellen und FAQs, die mehrfach am Tag aktualisiert werden. Die Kommunikationsteams arbeiten in Schichten, von sieben bis 20 Uhr. Nach der ersten Woche dieser Phase wird die Kommunikation emotionaler. Es wird eine Dankeskampagne an die Mitarbeiter aufgelegt, innerhalb kürzester Zeit, intern als auch extern.
 
Die sich anschließende Diskussion bringt weitere Erkenntnisse. Zum Beispiel folgende: Die Interne Kommunikation muss stets der sich entwickelnden Lage vor Ort einen Schritt voraus sein, um nicht von einer Welle an Erwartungen und Anfragen überrollt zu werden.
 
Vor allem aber gibt es den Konsens der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass solche Veranstaltungen viel öfter laufen sollten. Schon jetzt kann verraten werden, dass neben dieser gemeinsamen Initiative der Landesgruppen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland und Nordrhein-Westfalen auch einige andere Landesgruppen an digitalen Formaten arbeiten.

Landesgruppe

Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland

Die Drei-Länder-Gruppe Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland – auch HRPS genannt – vernetzt Kolleginnen und Kollegen aus Finanzwirtschaft, Verbänden und NGOs ebenso, wie aus Industrie, Handwerk und Verwaltung. Kommunikatoren aus Unternehmen und Agenturen machen den größten Anteil der Mitglieder aus. Das Herzstück unserer Verbandsarbeit sehen wir darin, eine aktive Plattform für den Austausch in der Branche zu schaffen. Dies geschieht durch Besuche bei Unternehmen und Redaktionen, in Workshops und gesellschaftlichen Veranstaltungen. Spezielle Angebote richten sich auch an die Junioren. Die Veranstaltungen laden sowohl zur Wissensmehrung als auch zum Netzwerken ein.

Kontakt: hessen_rheinlandpfalz_saar@dprg.de

Ansprechpartner

Vorsitzende
Alexandra Rößler
Stv. Vorsitzendez
Matthias Dezes
Stv. Vorsitzende
Anne Tessmer
Beisitzerin: Sabine Möhring