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Immer mehr Unternehmen schicken ihre Mitarbeiter ins Homeoffice. Foto: Shutterstock
12.03.2020   News
Sichere Alternative Homeoffice - Tipps von Experten
Was in Italien inzwischen fast Standard ist, findet durch die Ausbreitung des Coronavirus auch in Deutschland immer mehr Verbreitung: Das Homeoffice. Für alle, die ihr Großraumbüro oder die kommunikative Kaffeeküche gewöhnt sind, bedeutet es eine große Umgewöhnung. Aber auch Arbeitgeber müssen sich neu orientieren.
Viele Unternehmen mit Büroarbeitsplätzen, auch solche, die sich lange gegen Heimarbeitsplätze gesträubt haben, sehen angesichts der Risiken für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nun keine andere Alternative mehr. Sie wollen die Ansteckungsrisiken in Ihrem Betrieb minimieren und schicken die Mitarbeiter nach Hause.
Das allerdings ist, wie alles im Arbeitsleben, an bestimmte Regeln gebunden. Arbeitsgeber, die Homeoffices einrichten möchten, sollten sich also zuvor gründlich informieren. Gut dran sind Unternehmen, deren Arbeitsverträge bereits eine Regelung zur Arbeit von zu Hause aus enthalten. Wo das nicht der Fall ist, empfiehlt zum Beispiel die IHK München auf ihrer Website, mit den Angestellten einen Zusatz zum Arbeitsvertrag abzuschließen, in dem dann auch weitere Details geregelt werden können. Es sei allerdings auch möglich, dass Mitarbeiter quasi stillschweigend ihr Einverständnis erklären, indem sie mit Laptop und Headset ausgestattet nach Hause geschickt werden. Nur: Gezwungen werden könne niemand zum Homeoffice.
 
Die IHK München und Oberbayern hat auf ihrer Website zu diesem Thema praxisnahe Informationen bereitgestellt.

Ein besonders wichtiger Aspekt, neben den arbeitsrechtlichen Fragen, ist die Datensicherheit. Denn in der Regel haben Mitarbeiter auf ihrem Arbeitsplatz auch Zugang zu Kundendaten, sie arbeiten mit Unterlagen, die ihnen vertraulich überlassen wurden. Hier sollte der Datenschutzbeauftragte hinzugezogen werden. Während die hauseigene IT diese Netzwerke abschirmen und gegen fremde Zugriffe absichern kann, sind private Wlan oftmals offen wie Scheunentore für Hacker. Sicherheitsexperten, wie DPRG-Mitglied Ibrahim Ghubbar, Pressesprecher des IT-Sicherheitsunternehmens Perseus Technologies, raten daher, sensible Daten in der Firma zu lassen. Auf keinen Fall sollten Heimarbeiter mit dem Firmenlaptop an öffentlichen Plätzen oder in öffentlichen Netzen arbeiten. Zu groß ist das Risiko, sich nicht nur mit dem Coronavirus zu infizieren, sondern ausgespäht zu werden. Für die Arbeit unterwegs gibt es zudem Blickschutzfolien, mit denen neugierigen Nachbarn im ICE oder Café der Blick auf den Bildschirm verwehrt wird.


 


Tipps für die sichere Arbeit daheim und unterwegs


 


(ThS)