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News / Mit dem Newsroom Silos aufbrechen, Chancen nutzen
23.11.2019   Nordrhein-Westfalen
Mit dem Newsroom Silos aufbrechen, Chancen nutzen
Beim 2. Impuls-Stammtisch Unternehmenskommunikation der DPRG Landesgruppe NRW diskutierte die Runde über das Trend-Thema Newsrooms. Am 21. November trafen sich dabei Kommunikatoren aus Unternehmen, Agenturen und Organisationen zum informellen Erfahrungsaustausch und Netzwerken in Düsseldorf.
Schnell wurde klar, dass Newsroom-Konzepte dabei helfen können, Silos aufzubrechen und Kollegen bereichsübergreifend zusammenzubringen. Kommunikation lässt sich so effizienter gestalten und über das themenfokussierten Arbeiten Content besser nutzen. Es dürfe jedoch keine voreilige Einführung geben. Der falsche Weg wäre, viel Geld in Infrastruktur zu stecken und erst später die Mitarbeiter mitzunehmen und zu befähigen. Es braucht einen umfassenden Change-Prozess, um nicht nur Ängste zu nehmen, sondern auch Fähigkeiten auszubauen. Gerade der Newsroom-Ansatz mit Themenverantwortlichen bedingt, dass die Verantwortlichen nicht mehr nur „die Pressemitteilung“, sondern die ganzen Klaviatur der Kommunikationsinstrumente beherrschen müssen. HR sollte mit an Bord sein, um Fortbildungen anzubieten und den Change zu begleiten.
 
Ist die bereichsübergreifende Zusammenarbeit verbessert, sind Themen- und Kanalverantwortliche etabliert, kann der nächste konsequente Schritt auch die Schaffung eines Open-Office-Konzeptes sein, um den Austausch noch weiter zu fördern. Hierbei dürfe man aber unter keinen Umstände das Thema Vertraulichkeit außer Acht lassen. Die CEO-Positionierung will man beispielsweise nicht unbedingt mit den Kollegen vorbesprechen, wenn der Chef einen Schreibtisch weiter sitzt. Der Tipp eines Teilnehmers: Die Führungskräfte sollten, wenn sie denn mit im Großraum sitzen, den ein oder anderen Tag nicht im Büro sein, um den Mitarbeitern den ungehemmten Austausch zu ermöglichen.
 
Aber auch eine Krise oder ein anstehender M&A-Deal will nicht immer gleich in großer Newsroom-Runde diskutiert werden. Hier braucht es dann unter Umständen – und je nach Größe des Teams – wieder separate Lösungen.
 
Entscheidend fürs tägliche Doing ist auch das richtige Tool. Der Tenor der Diskussion war hier eindeutig: Es gibt (noch) nicht die eierlegende Wollmilchsau. Das Tool muss zu den Strukturen und täglichen Herausforderungen des Unternehmens passen. Angesprochen wurden die Lösungen von Desk-Net, Scompler, das Projectmanagementool Projectplace und als Übergangslösung – weg von der Excel-Tabelle – Microsoft Teams.
 
Zusammenfassend waren sich die Teilnehmer des 2. Impuls-Stammtisches Unternehmenskommunikation einig, dass ein Newsroom-Konzept umso mehr Sinn macht, je mehr Kanäle ein Unternehmen zu managen hat. Ganz grundsätzlich kann man darüber hinaus festhalten, dass man über die Neuorganisation der Unternehmenskommunikation nachdenken sollte, wenn man als Unternehmen das Gefühl hat, Chancen zu verpassen. Zum Beispiel, wenn die eine Abteilung nicht weiß, was die andere kommuniziert. Das kann man dann Newsroom nennen, muss man aber nicht. Auch sollte vor einer Einführung geprüft werden, ob ein Change zum Newsroom Sinn macht, dessen Einführung nicht für jedes Unternehmen gewinnbringend sein muss. Eine Prüfung des Aufwands mit allen Kosten ist ratsam, um sie mit der bestehenden Situation zu vergleichen. Wenn unterm Strich ein Mehrwert sichtbar wird, kann eine unternehmerische Entscheidung getroffen werden.

Landesgruppe

Nordrhein-Westfalen

Mit mehr als 400 Mitgliedern stellt Nordrhein-Westfalen die meisten DPRG-Mitglieder eines einzelnen Bundeslandes. Ebenso vielgestaltig wie die Regionen ist auch das Spektrum der PR in diesem Land, das von Großunternehmen der klassischen Industrien bis zu spezialisierten Start-ups, Verbänden und Kommunikationsberatern reicht. Im Schnitt erhalten unsere Mitglieder in NRW damit alle sechs Wochen eine Einladung: Unternehmensbesuche, Talk-Runden, Blicke in die Organisation und Strukturen der PR-Verantwortlichen von Verbänden oder Institutionen. Im Vordergrund steht für uns der fachliche und persönliche Austausch: Das Voneinander-Lernen und Netzwerken hilft auch Mitgliedern, die keinen großen Stab an Experten hinter sich haben, stets fachlich „up to date“ zu sein.

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