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19.09.2019   Nordrhein-Westfalen
Journalismus – der Bergbau unserer Zeit?
David Schraven sprach beim PR-Talk der DPRG NRW über das Recherchezentrum Correctiv und die Arbeit der Reporterfabrik.
"Der Journalismus droht zum Bergbau unserer Zeit zu werden. Das Auslaufmodell einer sterbenden Industrie. Dagegen müssen wir was tun“, sagt David Schraven, Leiter des gemeinnützigen Recherchezentrums Correctiv sowie Mitbegründer und Geschäftsführer der Reporterfabrik. Er war am 12. September zu Gast beim PR Talk der DPRG NRW im Sheraton Hotel Essen.
 
Schraven sprach über die zentrale Idee hinter der Reporterfabrik: Medienkompetenz ausbilden. Correctiv schütze vor gezielten Falschmeldungen und setze ein klares Zeichen gegen Extremismus. Die Reporterteams deckten systematische Missstände, Korruption und unethisches Verhalten auf. So kehre der Journalismus zu seinen Wurzeln zurück: Er werde zur Vierten Gewalt in der Gesellschaft.
 
Mediale Öffentlichkeit war nie vielfältiger, aber auch noch nie war mediale Öffentlichkeit unqualifizierter. Die Reporterfabrik mache Lokaljournalisten den Job nicht streitig, sie befähige die Öffentlichkeit vielmehr, Informationen richtig einzuordnen. „Sie macht die Arbeit der klassischen und sozialen Medien durchschaubar und Versuche der Desinformation erkennbar“, so Schraven.
 
Damit übernimmt die Reporterfabrik die Fortbildung von Journalisten und die Ausbildung von Medienkompetenz einer interessierten Öffentlichkeit: Eine virtuelle Schule mit mehr als 100 namhaften Dozenten. Darunter viele bekannte Gesichter von Giovanni di Lorenzo bis Sascha Lobo. Gelehrt werden alle Formen einer klassischen Journalistenausbildung. Mehr als 1.100 einzelne Tutorials, verteilt auf 100 Workshops und 120 Podcasts sind im ersten Jahr der digitalen Akademie zusammenkommen.
 
David Schraven arbeitete bei der taz, der Süddeutschen Zeitung, der Welt-Gruppe und beim von ihm mitgegründeten Blog Ruhrbarone. Bei der damaligen WAZ-Gruppe (heute Funke-Gruppe) war er für das Investigativ-Ressort verantwortlich. Als nächstes großes Projekt arbeitet er mit Correctiv an einer eigenen Klimaredaktion. Schraven hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten: Darunter den Wächterpreis der deutschen Tagespresse, einen Grimme Online Award und den Deutschen Reporterpreis.
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