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01.06.2017   DPRG ZukunftsForum
Verkrustete Ansichten sprengen: Warum Kommunikatoren zum DPRG ZukunftsForum gehen

PR-Schaffende treffen sich am 22. und 23. Juni in Gelsenkirchen, um Trends zu sichten, Ideen zu tanken, über den Alltags-Tellerrand hinauszusehen. Sie wissen, dass sich ihre Rollen in den Unternehmen verändern. Agile Organisationen lassen Silos einbrechen, Kommunikation ist Treiber der Digitalen Transformation, Newsrooms ersetzen Pressestellen, Digital Strategists die Pressereferenten.

Wer kommt zum DPRG ZukunftsForum in Gelsenkirchen? Leiterinnen und Leiter Kommunikation aus Unternehmen, CEOs, Beraterinnen und Berater aus Agenturen, Wissenschaftler und Studenten. Warum kommen sie? Das haben wir sechs von ihnen gefragt...

Warum sollten PR-Schaffende am ZukunftsForum teilnehmen?

Stefan Hencke (CEO Convensis Group, Vizepräsident der DPRG und Professor für Marketing an der Hochschule Trier/Foto oben re.): Das diesjährige Thema „Die neue Rolle der Kommunikatoren“ betrifft letztlich jeden von uns. War die Kommunikation in der Vergangenheit eher durch evolutionäre Strukturen geprägt, so finden wir heute eher schon revolutionäre Ansätze und Maßnahmen. Um sich hier einen Überblick zu verschaffen, muss eigentlich jeder, der in dieser Branche beschäftigt ist, beim ZukunftsForum dabei sein.

Warum gehen Sie zum ZukunftsForum?

Ralph Gorski (Manager Kommunikation, Rütgers Germany/Foto oben li.): Aufspüren von neuen Trends, Veränderungen in einer sich schnell verändernden Branche. Themenfindung.

Timo Krupp (Pressesprecher des Chempark Leverkusen und stellvertretender Vorsitzender der DPRG-Landesgruppe NRW/Foto unten mi.): Mir gefällt die Kombination aus vielfältigen relevanten Inhalten, Netzwerken sowie dem Rahmenprogramm. Und da ich selber das hervorragende PR-Studium an der Westfälischen Hochschule genießen durfte, komme ich doppelt gerne nach Gelsenkirchen.

Clara Lamm (Junior Account Executive, Hill+Knowlton Strategies/Foto oben mi.): Durch die offene Gestaltung als Barcamp sowie das anschließende Get-Together bietet das ZukunftsForum meiner Meinung nach eine ideale Mischung aus relevanten PR-Themen und Zeit für Networking mit Teilnehmern mit ganz unterschiedlichen beruflichen Erfahrungen.

Jana Meißner (Inhaberin der Beratung Meissner Communications/Foto unten li.): Das ZukunftsForum regt zum Denken an. Es sprengt verkrustete Ansichten und fördert neue Ansätze. Auch die Mischung der Teilnehmer macht‘s, ganz gleich, ob vor oder auf dem Podium. Fazit: Das ZukunftsForum tut der Branche gut.

Birgit C. Neumann (Inhaberin der Agentur B.C Neumann PR/Foto unten re.): Es ist für PR-Berater elementar, offen für Neues zu sein und ausgetretene Pfade zu verlassen. Daher suche ich übers Jahr verteilt auf verschiedenen Veranstaltungen immer wieder nach neuen Impulsen. Verwertbares fließt in die Teamarbeit, die Beratung oder in PR-Konzepte ein. Ich wünsche mir, dass auch das ZukunftsForum viele Impulse setzt und für eine Horizonterweiterung sorgt.

Welche Sessions und welche Themen interessieren Sie besonders? Warum?

Ralph Gorski: „Integriert statt isoliert − der Umbau einer Kommunikationsabteilung zum Newsroom“ von Christian Buggisch, Datev, und „Digitaler Strukturwandel der Öffentlichkeit“ von Professor Lutz Hagen, TU Dresden. Der Wandel in der Kommunikation hat ein atemberaubendes Tempo erreicht. Wie stelle ich mich diesen Veränderungen und integriere dies in meinen beruflichen Alltag.

Stefan Hencke: Mich persönlich interessiert stark der Vortrag des Kollegen Professor Lutz Hagen zum Digitalen Strukturwandel in der Öffentlichkeit. Insbesondere die Situation, wie stark eine Beeinflussung der Meinung und des Verhaltens des individuellen Nutzers durch gezielte Social Media-Aktivitäten beeinflussbar ist. Das beste Beispiel hierzu war die Wahl des amtierenden US-Präsidenten Trump.

Timo Krupp: Wir nehmen im Vorstand unseres DPRG-Landesverbandes in NRW vor allem das Thema Digitale Transformation in den Blick. Gleichzeitig spielt dieses Thema in meiner täglichen Arbeit eine gewichtige Rolle. Darauf wird beim Besuch des Zukunftsforums mein Fokus liegen.

Clara Lamm: Mich interessiert besonders der Themenkomplex der digitalen Kommunikation sowie der dadurch beeinflusste Wandel der Kommunikationsarbeit. Geprägt durch den jetzigen Agenturalltag finde ich Sessions zur Arbeit mit unterschiedlichen Kommunikatoren sowie zum Einfluss sozialer Medien auf die öffentliche Meinungsbildung besonders spannend.

Jana Meißner: Ich freue mich auf „Social Bots und Fake News“ von Giovanni Bruno und auf den „Kommunikator der Zukunft“ von Thomas Lüdeke und Philip Müller.

Birgit C. Neumann: Spannend finde ich Überlegungen, die sich mit der Automatisierung und Digitalisierung unserer Gesellschaften und Arbeitswelten befassen. Gibt es künftig für uns sinnvollere Aufgaben als die klassische produktive Arbeit, wie wir sie heute kennen? Hilft die Digitalisierung, dafür nötige kreative Kräfte freizusetzen? Ändern sich dann auch unsere Werte? Was bedeutet dies für die Kommunikation der Zukunft?

Könnten Sie sich vorstellen, einmal selber eine Session anzubieten? Was wäre dann ihr Thema?

Stefan Hencke: Ein Thema, was mich auch im täglichen Business reizt, ist, wie mit überschaubaren und ehrlichen Budgets auch in der Zukunft eine kreative, zielgruppenorientierte und erfolgreiche Kommunikation betrieben werden kann.

Timo Krupp: Als Pressesprecher eines der größten Chemiestandorte in Europa beschäftige ich mich täglich mit den besonderen Herausforderungen in der Krisenkommunikation. Gleichzeitig hat der Chempark an seinen Standorten besondere kommunikative Lösungen und Maßnahmen zur Steigerung der Akzeptanz entwickelt. Beides greift ineinander und wären meine Themen.

Clara Lamm: Ein Thema könnte eine Session zum aktuellen Stand der Trainee-Programme der Branche sein. Ich finde es sehr gut, dass das ZukunftsForum neben den vorher festgelegten Sessions auch offene Slots bietet, in denen sich Teilnehmer melden können, um spontan zu einem Thema zu referieren.

Jana Meißner: Unser Thema: „Der weite Blick! Warum es sich lohnt, in Collaborationen zu arbeiten.“ Wir haben im Mai unser Collaboration-Team für Krise und Strategie gegründet.

Birgit C. Neumann: Ein wichtiges Thema sind für mich Werte. Journalismus und damit auch die PR-Arbeit sind für mich zutiefst mit aufklärerischen und demokratischen Prinzipien verbunden. Aber wie passen der neue Populismus, Fake News, Social Bots oder heftige irrationale Empörungswellen dazu, und brauchen wir gleichsam eine „Demokratie Next Level“? Wenn ja, was bedeutet das für die Rolle der Medien und der PR?

Die gute Nachricht für alle, die sich jetzt entschlossen haben, in Gelsenkirchen teilzunehmen: Es gibt noch Tickets. Hier finden Sie das Programm und hier geht es zu den Tickets. DPRG-Mitglieder zahlen nur 165 Euro, Studierende, Trainees und Volontäre 35 Euro.