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20.04.2016   Sachsen
Medienarbeit und Fundraising für die Dresdner Frauenkirche

Vom Kircheninnenraum durch eine unscheinbare Tür, eine Treppe hinauf und schon gelangt man in einen kleinen Raum auf der sogenannten Bestubenempore. Im Hintergrund hört man es Quietschen und Surren – die Orgel wird gestimmt, erklärt Mandy Dziubanek, zuständig für die Spenderbetreuung und Spendenakquise bei der Stiftung Frauenkirche Dresden. Sie ermöglichte der DPRG-Landesgruppe Sachsen am 16. März ungewöhnliche Einblicke hinter die Kulissen der Frauenkirche.

Sie ist das Wahrzeichen Dresdens und ein weltweit bekanntes Symbol für Versöhnung und Frieden. Dass es die Frauenkirche heute wieder gibt, ist der Initiative Dresdner Bürger und einer beeindruckenden Spendenbereitschaft aus der ganzen Welt zu verdanken. 103 Millionen der 183 Millionen Euro, die der Wiederaufbau kostete, stammen aus Spenden und Schenkungen. Wie es damals gelang, weltweit so viele Spenden zu sammeln und wie das Fundraising der Stiftung heute aussieht, berichtete Mandy Dziubanek in ihrem Vortrag. 

Anfangs waren viele Dresdner skeptisch, ob man die Frauenkirche wieder aufbauen sollte – die Trümmer der 1945 zerstörten Kirche waren ein sichtbares Mahnmal auf dem Dresdner Neumarkt. Mit der Zeit fanden die Befürworter jedoch immer mehr Zustimmung. In Dresden engagierten sich zunehmend Firmen, Verbände und bekannte Persönlichkeiten für den Wiederaufbau.

Freundeskreise organisieren Reisen und sammeln Spenden

Medienpartner berichteten in Reportagen und Interviews über den Fortgang der Bauarbeiten und senden seit 1996 Konzerte, zunächst aus der Unterkirche, später aus dem Hauptraum. Ehrenamtliche führen seither Besuchergruppen durch die Kirche. Deutschlandweit – und selbst in England und den USA – entstanden Freundeskreise, die Städtereisen organisierten und Spenden sammelten. Die Spendenbereitschaft verbreitete sich so wie beim Schneeball-Effekt. Die Faszination für das Bauwerk und eine persönliche Verbindung zur Stadt Dresden sind die wichtigsten Gründe für eine Spende, ergab eine Befragung im Jahr 2002.

Spenden heute einzuwerben, ist deutlich schwieriger, erklärt Mandy Dziubanek. Vielen sei nicht bewusst, dass die Kirche auch weiterhin auf Spenden angewiesen ist, um das kirchliche und kulturelle Leben zu gestalten und den Bau langfristig zu erhalten. Viele treue Spender werden immer älter. Einige haben ihr Vermögen der Stiftung Frauenkirche vermacht. Wie eine neue Generation Spender gewonnen und langfristig gehalten werden kann, diskutierten die Teilnehmer der Veranstaltung intensiv – auch in Bezug auf den Einsatz sozialer Medien, einen Schüler-Wettbewerb zum Thema Frieden und medienwirksame Veranstaltungsformate wie eine Diskussion Jugendlicher mit einem Nobelpreisträger und regelmäßige übertragene Vortragsveranstaltungen.

Sitzplätze und Steine adoptieren

Die Frauenkirche hat keine eigene Gemeinde, sie ist eine sogenannte Citykirche, in der die Menschen jeden Tag in einer „offenen Gemeinde“ zusammenkommen. Immer noch beliebt ist die symbolische Adoption von Sitzplätzen und Steinen in Verbindung mit einer Spende. Mittlerweile ist die gesamte Außenfassade der Kirche (ohne Kuppel) „adoptiert“, ebenso die Säulen im Inneren und alle Sitzplätze im Kirchenschiff. Auf den Emporen finden sich noch „freie“ Sitzplätze und auch Steine der Unterkirche stehen noch zur Verfügung.

Neben den Spenden und Schenkungen fließen Erlöse aus Führungen, Konzerten, Spendenboxen sowie Kollekten in das Kirchenbudget. Neben dem ideellen Wert und einem Schild am Sitzplatz oder einer Tafel werden Spender jedes Jahr zum Dankeschön-Konzert eingeladen und regelmäßig über die Arbeit der Stiftung informiert.

 

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