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29.02.2016   Niedersachsen/Bremen
Gamification – Zielgruppen durch spielerische Momente in der PR begeistern

Ein lockerer Abend mit frischen Impulsen wurde den Gästen auf der DPRG-Veranstaltung „Gamification – Zielgruppen durch spielerische Momente in der PR begeistern“ am 22. Februar versprochen. Und genau das haben sie erlebt. In den Räumlichkeiten der hannoverschen Kommunikationsagentur Innoreal ging es um Emotionen, Storytelling, Spiele, Herausforderungen und Belohnung – in Theorie und Praxis.

Die Macht der Emotionen in der Kommunikation

„Wir fühlen, bevor wir denken“ erklärte Alina Chivu, Creative Director bei Innoreal zu Beginn des Abends. Übersetzt heißt das: Menschen treffen Entscheidungen in erster Linie emotional. Deshalb sollten – so die Kommunikationsfachfrau – Unternehmen sich mehr auf Emotionen fokussieren. Emotionen führen zum Handeln, während der Verstand zu Schlussfolgerungen führt. Wie macht man/frau das? Durch emotionale Sprache, die unsere fünf Sinnesorgane anspricht. Und durch Storytelling erhöhen wir das Engagement der Zielgruppen. Denn sie verbinden sich so mit dem Thema. Im Idealfall machen sie es zu ihrer Sache. Ein passender Einstieg in das Thema Gamification, vorgestellt von Florian Prehn.

Von der Macht des positiven Feedbacks

„Ein Spiel zu spielen, ist der freiwillige Versuch, unnötige Hindernisse zu überwinden“, lautet die Lieblingsdefinition des Referenten zum Thema Gamification. Aber warum sollte sich jemand so was antun? Weil die Spieler gerade durch das Überwinden der Herausforderungen Erfolgserlebnisse haben, erläutert der Gamification-Experte. Je größer die Herausforderung, desto motivierter der Spieler und desto größer die (psychische) Belohnung. Das gute Gefühl, etwas geschafft zu haben, macht Lust auf mehr. Das hat mit Motivation zu tun: Dopamin wird ausgeschüttet.

Kein Wunder, dass 21 Prozent der Deutschen sich regelmäßig zum Spielen treffen. Damit ist Deutschland der wichtigste Spielemarkt in Europa. Hierzulande liegt der Umsatz mit Gesellschaftsspielen bei 350 Millionen Euro.

Grund genug für Unternehmen, um sich mit dem Thema „Gamification“ auseinanderzusetzen. Denn Gamification ist nicht gleich Spielen, wie Florian Prehn betont, sondern „die bewusste Einbindung von spielähnlichen Erfahrungen“ in der Kommunikation oder im Marketing. Es geht darum, „eine bestimmte Zielgruppe nachhaltig zu einem bestimmten Verhalten zu motivieren“.

Kleine Herausforderungen erhalten die Freundschaft

Kleine Herausforderungen für die Zielgruppen schrecken diese nicht ab, sondern ganz im Gegenteil: Sie begeistern sie und verstärken die Markenbindung. Wenn man Gamification wirkungsvoll in der Kommunikation einsetzen will, sollte man die Mechaniken dahinter verstehen, erklärt Florian Prehn. Dazu gehören folgende Aspekte:

  • Das Ziel
  • Die Geschichte
  • Die Zwischenziele
  • Wegweiser und Orientierung
  • Kleine Hindernisse
  • Große Hindernisse
  • Verstärkendes Feedback
  • Ehrliches Feedback
  • Eine relevante Gruppe
  • Vergleichbarkeit und Orientierung in der Gruppe

Von Prinzessinnen, Schuhen und waghalsigen Abenteuern

Über das Spielen wurde nicht nur geredet; es wurde auch gespielt: Die Teilnehmer gestalteten in drei Gruppen das Spiel „Mensch ärgere Dich nicht“ neu. Sie entwickelten die Story dahinter neu, veränderten die Regeln und den Spielplan samt Ereigniskarten. Das einfache Spielbrett wurde schnell zu einer Märchenwelt voller Abenteuer, Prinzessinnen und Zauberschuhen.

Das Fazit in der Abschlussrunde: Gamification bietet viel Potenzial für Unternehmen. So lassen sich besondere Erlebnisse für die Zielgruppen schaffen. Das Engagement erhöht sich – wie die Teilnehmer am eigenen Leib erlebt hatten! Man hätte sich gerne noch stundenlang mit dem Thema beschäftigt. Und die Impulse führten schon zu ersten Ideen. Bei manchen Teilnehmern „rattere“ es schon, meinten sie. Viel Spaß beim Kreativsein!

Die zwei Präsentationen über Emotionalisierung und Gamification finden Sie hier.

Hier kommen einige Fotos von der Veranstaltung (Foto: © Ralf Thyrann):

 

Alina Chivu Florian Prehn
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Niedersachsen/Bremen

Wie in den meisten Flächenländern hat die Kommunikationsbranche auch in Niedersachsen/Bremen ihren Schwerpunkt in der Landeshauptstadt Hannover. Dementsprechend setzen wir mit unseren rund 100 Mitgliedern hier einen Schwerpunkt unseres aktiven Networkings. Aber auch im kleineren Bundesland Bremen sind in den letzten Jahren neue Aktivitäten entstanden. Ein wichtiges Ziel der Landesgruppe ist es, die Mitglieder-Basis durch attraktive Themen und Angebote zu verbreitern. Neben bewährten Formaten, wie Abendveranstaltungen zu aktuellen Schwerpunktthemen, Unternehmensbesuchen und Podiumsdiskussionen sind wir immer offen für neue Ideen.

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