Please wait...
News / Science to business – PR im Fraunhofer IKTS
03.11.2016   Sachsen
Science to business – PR im Fraunhofer IKTS

„PR und Marketing unterstützen die Akquisitionstätigkeit des Forschungsinstituts“, heißt es bei Fraunhofer. Was Öffentlichkeitsarbeit in der Praxis industrienaher Forschung bedeutet, erfuhr die Landesgruppe Sachsen am 19. Oktober bei „DPRG vor Ort“ im Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS – dem größten Keramikforschungsinstitut Europas.

Katrin Schwarz, PR-Verantwortliche am IKTS, berichtete den zwölf Teilnehmern von Aufgaben und Herausforderungen der PR-Arbeit, von strategischen Zielen und ihren PR-Highlights des Jahres 2016. Einen ersten Einblick in die Forschungsthemen erhielten die Teilnehmer bei einer Führung durch den institutseigenen Showroom.

Wachstum braucht Professionalisierung

Bei der Institutsgründung 1992 forschten 80 Mitarbeiter am IKTS. Heute entwickeln 600 Wissenschaftler in 64 Arbeitsgruppen an drei Standorten keramische Hightech-Materialien und Systeme für Energie- und Umwelttechnik, Mobilität, Medizintechnik, Mikroelektronik und Prüftechnik. Mit dem wachsenden Forschungsbetrieb ist die PR-Arbeit inhaltlich breiter und professioneller geworden.
Als Katrin Schwarz vor 19 Jahren als PR-Referentin begann, war sie Einzelkämpferin. Heute unterstützen sieben PR- und weitere sieben Marketing-Mitarbeiter die Forscher dabei, ihre Innovationen ins rechte Licht zu setzen − in Web und Print, in der Presse, auf Messen und bei wissenschaftlichen Events. Die PR-Gruppe erstellt Drucksachen, pflegt die Webseite, organisiert Messen und Veranstaltungen und ist zudem für die interne Kommunikation und die Bereitstellung von Foto-/Videomaterial zuständig. Das Marketing befasst sich insbesondere mit Marktanalysen und -strategien, Keyword-optimierten Texten und Kundendaten.

Formalisierung sichert Arbeitsqualität

Im Jahr 2016 präsentierten IKTS-Forscher ihre Innovationen auf 36 Messen, davon 9 im Ausland. Zudem fanden diverse Workshops, Industrietage und Konferenzen statt. Das Highlight des Jahres war der ICC6-Kongress mit 650 Teilnehmern aus 47 Ländern und 400 Vorträgen – für einige PR-Mitarbeiter bedeutete dies ganze zwei Jahre Organisationsaufwand. Die Anzahl und Größe solcher Veranstaltungen nahm zuletzt stetig zu, wodurch Projektmanagementtools immer wichtiger wurden. Für die Organisation von Messen und Veranstaltungen gibt es nun ausführliche Leitfäden und seit neuestem auch ein Veranstaltungstool, mit dem das Teilnehmerhandling von der Onlineanmeldung bis zur Rechnungslegung formalisiert wird.

Templates – Hüter des Corporate Designs

In Word eingebundene Templates und ein Freigabeworkflow ermöglichen es den Wissenschaftlern, Poster und Werbeblätter selbst zu erstellen. Dies reduziert den Workload der PR-Mitarbeiter und stellt sicher, dass die Dokumente vom Vorgesetzten inhaltlich freigegeben und von der PR-Gruppe auf die Einhaltung des Fraunhofer-Corporate Designs geprüft wurden, bevor sie in Umlauf gehen. Um die Aktualität aller Printprodukte sicherzustellen, werden derzeit alle Werbeblätter überarbeitet, mit einem Versionierungscode versehen und in der institutseigenen Mediendatenbank archiviert.

Pressegespräch via Videostream

Zu Highlight-Themen werden Pressemitteilungen erstellt und über ein professionelles Mailingsystem an Fach- und Publikumsmedien sowie interessierte Kunden versendet. Zentrale Informationsquelle ist hierbei das 2014 implementierte CRM-System, in dem standortübergreifend alle Kundendaten verwaltet werden.

Zweimal jährlich haben Journalisten die Möglichkeit, IKTS-Forscher beim Pressefrühstück über ihre zukunftsträchtigsten Entwicklungen zu befragen. Zukünftig sollen diese Veranstaltungen per Videostream auch Fachjournalisten erreichen, die die Anreise nach Dresden scheuen.

Neue Webseite, mehr SEO und Social Media

Die Fraunhofer-Gesellschaft hat 2016 ein neues Responsive Webdesign eingeführt. Für das IKTS bedeutete dies die Migration und Anpassung von etwa 800 Webpages innerhalb eines halben Jahres. Aktuell werden die vorhandenen Inhalte auf Aktualität und Keywords geprüft und die Auffindbarkeit der Seiten in Suchmaschinen optimiert.

Auch die Präsenz in den sozialen Medien soll weiter ausgebaut werden. Derzeit wird eine Social Media-Strategie erarbeitet. Bislang ist das IKTS auf Twitter aktiv und pflegt Profile in Xing und LinkedIn. Zukünftig soll es zudem einen IKTS-Science Blog geben.

Was war und ist die größte Herausforderung der PR am Institut? „Die Forscher wissen mittlerweile, was sie an uns haben und kommen mit vielen Anfragen auf uns zu“, sagt Katrin Schwarz. „Unsere tägliche Herausforderung ist, die sehr speziellen Themen so aufzubereiten, dass sie für unsere Zielgruppen verständlich und interessant sind und die Forscher darin zu beraten, welche Kommunikationsmaßnahmen für ihre Anliegen relevant sind.“

Autorin: Annika Ballin (Foto), Fraunhofer IKTS, Public Relations/Events & Conferences, Dresden; Stellvertretende Vorsitzende im DPRG-Landesvorstand Sachsen und Mitglied im DPRG-Hauptausschuss

 

 

 

 

 

 

Branchenpartner
Die NEWS der DPRG werden unterstützt von
Sie wollen immer auf dem Laufenden sein? Bestellen Sie jetzt unseren Newsletter!

Landesgruppe

Sachsen

Anregungen für professionelle Kommunikation, Weiterbildung, Austausch und Netzwerk – das alles bietet die Landesgruppe Sachsen. Darüber hinaus wollen wir regionaler Ansprechpartner und Interessenvertreter der Kommunikationsbranche in Sachsen sein. Dazu treffen sich Mitglieder und Gäste aus Unternehmen, Institutionen, Agenturen, Freiberufler und Studenten bei regelmäßigen Veranstaltungen. Ob Krisenkommunikation, Social Media, interne Kommunikation oder Influencer Relations – hier werden aktuelle PR-Themen mit Fachleuten diskutiert und hinter die Kulissen der Kommunikation in Unternehmen, Organisationen und Vereinen geschaut. Wir sind offen für den jungen PR-Nachwuchs aus den Hochschulen Sachsens.

Kontakt: sachsen@dprg.de

Ansprechpartner

Vorsitzende
Sybille Höhne
Stv. Vorsitzende
Jana Gaudich
Stv. Vorsitzende
Annika Ballin
Beisitzer: Michael Hiller, Martin Junge, Katja Lucke, Karoline Marschallek