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27.10.2016   Baden-Württemberg
Südwestrundfunk: Wie Radio und Fernsehen gemacht werden

18. Oktober, 18.10 Uhr. Pünktlich wie die Maurer und das Maximum der Teilnehmerzahl ausreizend, füllten sie das Foyer des SWR-Funkhauses in der Stuttgarter Neckarstraße: rund 30 Kommunikationsschaffende und –studierende, die einen Blick hinter die Kulissen der Rundfunkanstalt werfen wollen. Fast schon traditionell lud die DPRG-Landesgruppe Baden-Württemberg zu einem Rundgang durch die Studios ein – Gespräche mit Moderatoren und Redakteuren inklusive.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Veit Mathauer, den stellvertretenden Vorsitzenden der Landesgruppe, übernimmt die Dame vom Besucher-Service. In ihrem Überblick über die Programme von SWR und ARD wird deutlich: Der Südwestrundfunk, das ist mehr als der eigene Lieblingsradiosender, mehr als ein Sendegebiet, das sich nur bis an die Grenzen Baden-Württembergs erstreckt, und mehr als die bekannte Landesschau im Fernsehen.

Erste Station: die Studioräume von SWR4, vielleicht nicht unbedingt das Lieblingsformat der recht jungen Besuchergruppe. Aber, was nicht ist, kann ja noch werden, so die Hoffnung von Sabine Gronau. „Vielleicht hört ihr jetzt mal öfter rein“, spekuliert die sympathische Moderatorin und Redakteurin. In einem netten Gespräch verrät sie den Teilnehmern unter anderem, wie sie als Quereinsteigerin zum Sender kam, wie lange sie in der Woche vor dem Mikro arbeitet und bei welchen Schlagern sie mittlerweile mitsummt; denn dieses Genre mit seinen leicht eingängigen, meist deutschsprachigen Gesangsstücken gehörte nicht von Anfang an zu ihren Musik-Favoriten. Und dann passiert es: „Oh, das Stück ist gleich beendet, ich muss kurz zum nächsten Titel überleiten“.

Ungeplant wird die Gruppe Zeuge einer souveränen Live-Moderation. Die gespielten Titel sowie deren Reihenfolge sind vorgegeben, sie sind von den Musikredakteuren ausgewählt. Alles andere übernehmen die Moderatoren in Personalunion: Technik, Anmoderation, Überleitungen – und manchmal darf auch von der ursprünglichen Musik-Planung abgewichen werden. „Unseren Hörerwünschen räumen wir so gut es geht immer wieder spontan Platz im Programm ein“, verrät Gronau. Ein automatisches Überwachungssystem sorgt allerdings dafür, dass Lieder und Interpreten eine gewisse Schlagzahl am Tag nicht überschreiten. Das sei schließlich auch im Hörersinne, so die Moderatorin.

Weiter geht es zum jüngeren Musik-Genre von SWR1. Ein Schild an der Tür warnt: „Livestreaming“ – gerade läuft die Top-1000-Hitparade. Aus diesem Grund bleibt den Teilnehmern das vorherige „Hautnah“-Erlebnis mit den beiden SWR1-Moderatoren Janet Pollok und Stefan Orner verwehrt. Stattdessen übernehmen wir kurzerhand das Nachbar- und „Havarie“-Studie mit Sicht auf das Moderatorenteam der Live-Sendung. Über Bildschirme verfolgen die Besucher die Hitparade mit, bei Platz 681 („Your latest trick“ von Dire Straits) geht es weiter Richtung TV-Studios.

Die Nachrichten der „Landesschau aktuell Baden-Württemberg“ sind bereits in vollem Gange und Moderatorin Stefanie Haiber interviewt gerade den Vorsitzenden der Landtagsfraktion der Grünen. Direkt im Anschluss an die Sendung plaudert die Journalistin aus dem Nähkästchen: „Ich habe immer wieder nachgebohrt, weil er auf meine Frage nicht konkret geantwortet hat.“ Sie sei dem unabhängigen Journalismus und damit der Wahrheitsfindung und Information des Publikums verpflichtet. Dass eine Gruppe von PR-Schaffenden zu Besuch ist, findet sie gut, denn je besser man die Menschen und die Prozesse auf der anderen Seite kennt, desto fruchtbarer könne das Verhältnis zwischen Journalismus und PR sein. Ein schönes Schlusswort nach einer fast dreistündigen, hochinteressanten Führung durch die SWR-Studios. Aufgrund des großen Interesses (auch die Besichtigung im November ist längst ausgebucht) findet die Veranstaltung beim SWR im Mai 2017 statt.

Autorin: Cornelia Nyhof (Foto) ist Consultant bei der Sympra GmbH (GPRA), Stuttgart

 

 

 

 

Fotocredits: Veit Mathauer, Stuttgart

 

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