DPRG Meldungen

Verbandskommunikation

Arno Metzler, Verband Beratender Ingenieure
Zur erfolgreichen Interessenvertretung müssen Verbände mit Politikern partnerschaftlich zusammenarbeiten.

Matthias Heddenhausen, Deutscher Zigarettenverband
Verbände müssen vor der Ansprache von Parlamentariern wichtige interne Abstimmungen durchführen, um "Überlobbying" zu vermeiden.

05.09.2013

AK Verbandskommunikation

Zielgruppe Parlamentarier

Wie Verbände bei der politischen Interessenvertretung erfolgreich vorgehen und Abgeordnete mit ihren Forderungen erreichen, diskutierten rund 25 Verbandsvertreter aus verschiedenen Branchen bei einer vergangenen Veranstaltung des Arbeitskreises Verbandskommunikation. Arno Metzler, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Beratender Ingenieure, und Matthias Heddenhausen, Referent für Industriepolitik des Deutschen Zigarettenverbandes, eröffneten die Diskussionsrunde mit interessanten Einblicken in ihre tägliche Arbeit. Beide Referenten gaben hilfreiche Tipps und Hinweise darüber, wie die Ansprache von politischen Entscheidungsträgern gelingen kann und illustrierten diese jeweils an Beispielen aus ihren Verbänden.

Arno Metzler charakterisiert die Zusammenarbeit mit Abegordneten als einen wichtigen Aspekt der Verbandsarbeit: "Man ist direkt mit Entscheidern im Gespräch und kann seine Argumente einbringen. Hier merkt man sofort, ob man gut vorbereitet ist: Tragen die Argumente? Sind alle Fakten beisammen? Ist der Zeitpunkt richtig? Stimmt unser Angebot an die Politik? Letzteres ist ganz wichtig für das Verständnis: Interessenvertreter müssen immer konstruktive Angebote machen, das heißt realistische Vorschläge einbringen, aufrichtige Argumente in die Debatte einbringen und die richtigen Fakten und Zusammenhänge zur Hand haben." Im Umgang mit Parlamentariern sei die Begegnung als Partner und die Arbeit zum gegenseitigen Nutzen entscheidend und sichere den langfristigen Kontakt zu den Abgeordneten, so Metzler.
Mehr Tipps im Vortrag.

Matthias Heddenhausen zeigte für eine einerseits hoch regulierte und andererseits durch eine Vielzahl von Verbänden und Unternehmen geprägte Branche am konkreten Fallbeispiel der Neufassung der EU-Tabakprodukt-Richtlinie, welche Ansätze gewählt werden können, um ein kontraproduktives „Überlobbying“ bei der Interessenvertretung gegenüber den Abgeordneten des Deutschen Bundestages zu vermeiden. "Durch eine enge inhaltliche und organisatorische Abstimmung der Akteure, gemeinsame Ansprache der Abgeordneten und begleitende, auch dezentrale Kommunikationsmaßnahmen können im Idealfall wertvolle und zielführende Synergieeffekte erzielt werden", konstatierte Heddenhausen.
Mehr Tipps im Vortrag.

In der abschließenden Gesprächsrunde gingen Arno Metzler und Matthias Heddenhausen auf Fragen aus dem Plenum ein und konnten den Teilnehmern wertvolle Anregungen mit auf den Weg geben. Christian H. Schuster
(IFK Berlin), DPRG-Arbeitskreisleiter, stellte zusammenfassend fest: "Verbandslobbyisten müssen sich als verlässliche Dienstleister für das politische System verstehen und die für sie zuständigen Berichterstatter und Fachreferenten mit passgenauen Vorlagen und komprimierten Fakten versorgen. Das Formulieren einer Stellungnahme oder eines Positionspapiers kann hierzu ein erster Schritt sein. Weitere müssen folgen."


Vortrag von Arno Metzler "Partner Parlamentarier" (pdf-Datei)

Vortrag von Matthias Heddenhausen "Zielgruppe Parlamentarier" (pdf-Datei)


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