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Verbandskommunikation

Bastian Roet, Deutsches Rotes Kreuz
Ehrenamtlern muss die Möglichkeit der Sinnstiftung gegeben werden.

Martina Löw, BUND
Der persönliche Kontakt ist bei der Ehrenamtskommunikation entscheidend.

07.11.2013

AK Verbandskommunikation

Kommunikation mit Ehrenamtlichen

Welche Herausforderungen es bei der Kommunikation mit Ehrenamtlichen zu bewältigen gilt und welche Tools sich bewährt haben, diskutierten rund 15 Vertreter aus unterschiedlichen Verbänden bei einer vergangenen Veranstaltung des Arbeitskreises Verbandskommunikation in Berlin. Interessante Einblicke aus der Praxis lieferten die beiden Referenten Bastian Roet, Vorstandsmitglied des Kreisverbandes Offenbach des Deutschen Roten Kreuz e.V., und Martina Löw, Leiterin des Freiwilligenreferates des BUND e.V.

Bastian Roet zeigte in seinem Impulsvortrag die besonderen Umstände im kommunikativen Umgang mit der „operativen Basis“ einer weltweiten Bewegung auf. Durch die föderale Struktur über vier Ebenen und der Größe des Roten Kreuzes stehe die Kommunikation mit Ehrenamtlichen ständig vor dem Spagat vor Ort zu funktionieren, sich aber nicht zu verselbstständigen, so Roet. Das DRK leiste ehrenamtliche Arbeit, biete kommerzielle Dienstleistungen und sei national wie international auch politisch aktiv. „Interne wie externe Zielgruppen lassen sich hierbei nur schlecht voneinander trennen“, erläuterte der Referent. Im Jahr des 150. Jubiläums des DRK stellte er die These auf, dass  Organisationen in der Kommunikation mit Ehrenamtlichen ein stärkeres Gewicht auf die Vermittlung des „großen Ganzen“ legen sollten. „Die Kommunikation mit Ehrenamtlichen darf sich daher nicht auf das Feld des Praktischen zurückziehen, sondern sie muss jedem einzelnen aktiven Mitglied auch ein Angebot zur persönlichen Sinnstiftung der eigenen  Arbeit machen“, konstatierte Roet.
Mehr Tipps im Vortrag.

Martina Löw erklärte, die Kommunikation mit Ehrenamtlichen müsse kompetent und verbindlich umgesetzt werden, eine hohe Kontinuität aufweisen und sollte vor allem persönlich sein. „Daher ist dies ein Aufgabenbereich, der Fachkompetenz und eine hohe  Professionalität voraussetzt und als wichtigstes Arbeitsmittel die für dieses  Aufgabengebiet verantwortlichen Kontaktpersonen beinhaltet“, so Löw. Grundsätzlich folge die Kommunikation mit Ehrenamtlichen den Zielen der internen Kommunikation:
Informationsverbreitung, Optimierung organisatorischer Abläufe, Austausch sowie Motivation und Bindung. Alle Kommunikationswege sollten dabei gleichberechtigt nebeneinander genutzt werden: persönliche Treffen, Telefongespräche und elektronisch gestützte Kommunikation. „Welche Tools dabei eingesetzt werden, ist eher sekundär. Hilfreich ist es, die Kommunikation mehr und mehr Interessensbasiert zu strukturieren, also themenspezifisch oder gremienspezifisch die Ehrenamtlichen anzusprechen und auf die Wertigkeit der Angebote zu achten“, gab Marina Löw den Teilnehmern als wichtige  Erkenntnis mit auf den Weg.
Mehr Tipps im Vortrag.

In der Diskussionsrunde im Anschluss gingen die Referenten auf die Rückfragen des  Plenums ein. Vor allem wurden  Erfahrungen mit expliziten Tools und beim Umgang mit  Konflikten bei der Ehrenamtskommunikation ausgetauscht. Christian H. Schuster (IFK Berlin), Leiter des Arbeitskreises, betonte zum Abschluss der Veranstaltung: „Bei der Kommunikation mit Ehrenamtlichen müssen Verbände zum einen eindeutig und direkt agieren. Ehrenamtler müssen sich informiert, involviert und mitgenommen fühlen. Zum anderen bedarf es im Umgang miteinander aber auch Fingerspitzengefühl: Engagierten  Ehrenamtlern darf nicht vor den Kopf gestoßen werden. Vielmehr müssen sie sorgsam in  Bahnen gelenkt und an die Hand genommen werden.“

Vortrag von Bastian Roet "Kommunikation mit Ehrenamtlichen im DRK-Kreisverband Offenbach" (pdf-Datei)

Vortrag von Martina Löw "Kommunikation mit Ehrenamtlichen im BUND" (pdf-Datei)


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