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Verbandskommunikation

Jo Klemens, Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Altbekannte Instrumente und Methoden des Fundraising müssen neu gedacht werden, um erfolgreich zu sein.

Mathias Wahler, Reporter ohne Grenzen
Eine Fundraising-Strategie funktioniert, wenn die gesamte Organisation dahintersteht und dazu bereit ist etwas zu bewegen.

13.02.2014

AK Verbandskommunikation

Spendengenerierung - Strategie und Umsetzung

Bei einem vergangenen Diskussionsabend des AK Verbandskommunikation tauschten sich rund 20 Vertreter aus verschiedenen Verbänden über die Erfolgsfaktoren der Spendengenerierung aus. Den Einstieg in den Abend gaben Jo Klemens, Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. und Matthias Wahler von Reporter ohne Grenzen. In ihren Impulsvorträgen eröffneten die beiden Referenten den Teilnehmern einen Einblick in ihre tägliche Arbeit und ihre Erfahrungen bei der Generierung von Spenden.

Jo Klemens erklärte: "Die Generierung von Spenden ist in den letzten Jahren komplexer geworden. Altbekannte Instrumente und Methoden funktionieren heute anders." Bekanntheit und Image reichten oftmals nicht mehr aus, wenn es an Transparenz und Vertrauen fehlt. Bei der Strategie zur Generierung von Spenden gelte es, nicht mit Kanonen auf Spatzen zu schießen: "Strategien gibt es viele, aber man kann nicht gleichzeitig mehrere Strategien verfolgen, um die spezifischen Organisationsziele zu erreichen. Das Zusammenspiel von Strategie und geeignetem Instrumentaleinsatz führt im Spendenbereich jedoch nur dann zum Erfolg, wenn zwei essentielle Faktoren berücksichtigt werden: Dazu gehört in erster Linie, dass in Organisationen und Verbänden die Bereitschaft vorhanden ist, Fundraising systematisch zu betreiben (Institutional Readiness). Und die zweite wichtige Voraussetzung ist Geduld, denn Fundraising braucht einen langen Atem."
Mehr Tipps im Vortrag.

Laut Mathias Wahler sei Fundraising viel mehr als die Generierung von Spenden. "Fundraising ist ein komplexer Mix, der sich für jede Organisation anders zusammensetzt. Analyse, Planung, Durchführung sowie Kontrolle von Maßnahmen sind Grundlagen, um erfolgreich zu sein. Dabei achten wir als Organisation auch auf Transparenz, Ethik und Authentizität." Eine Strategie funktioniere, wenn die gesamte Organisation dahinterstehe und dazu bereit sei, etwas zu bewegen – vom Mitglied, Spender, Mitarbeiter bis hin zum Vorstand. Leitbild und Ziele sowie die Prozesse und Strukturen sollten allen klar sein, erklärte Wahler.
Mehr Tipps im Vortrag.

Bei der anschließenden Diskussionsrunde beantworteten die beiden Referenten Fragen aus dem Plenum und gaben den Teilnehmern neue Impulse mit auf den Weg. Anke Pätsch, Leiterin Medien & Kommunikation beim Bundesverband Deutscher Stiftungen und stellvertretende Leiterin des Arbeitskreises stellte zusammenfassend fest: "Erfolgreiches Fundraising muss mit einer klaren und zielgerichteten Strategie verfolgt werden. In der Regel bewährt sich ein Instrumentenmix. Voraussetzung ist jedoch, dass der Verband zunächst Ressourcen bereitstellt. Welche konkrete Strategie für die einzelne Organisation sinnvoll ist, muss immer im Einzelfall entschieden werden."

Vortrag von Jo Klemens "Spendengenerierung: Strategie und Umsetzung" (PDF-Datei)

Vortrag von Matthias Wahler "'Fotos für die Pressefreiheit' trifft Crowdfunding" (PDF-Datei)


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