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Verbandskommunikation

Matthias Bannas, BDWi
Digital Lobbying ist ein unabdingbarer Bestandteil der Verbandsarbeit.

Manon Struck-Pacyna, BLL
Twitter ermöglicht die schnelle und transparente Kommunikation mit Politikern.

13.11.2014

AK Verbandskommunikation

Digital Lobbying

Bei einer vergangenen Veranstaltung des Arbeitskreises Verbands-kommunikation tauschten sich rund 25 Vertreter/innen aus verschiedenen Verbänden zum Thema „Digital Lobbying“ (auch: E-Lobbying) aus. Eingeleitet wurde der Diskussionsabend durch zwei Impulsvorträge von Matthias Bannas (Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft e. V.  – BDWi) und Manon Struck-Pacyna (Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. – BLL). Sie stellen ihre Strategien und Maßnahmen vor und gaben spannende Einblicke in ihre tägliche Verbandsarbeit.

Matthias Bannas zeigte auf, wie wichtig das Digital Lobbying in der Verbandsarbeit sei. „Das beginnt intern damit Mitglieder und Ehrenamt zu informieren und einzubinden und endet bei der Interaktion mit den Stakeholdern. Im sozialen Netz – Facebook, Twitter usw. – ist eine starke Community die Basis für Erfolg. Insbesondere mitgliederstarke Verbände haben hier erhebliche Chancen“, erklärte Bannas. Der BDWi sei Dienstleister seiner 17  Bundes-verbände bei der Durchsetzung ihrer Interessen. Er schaffe Reichweite für die Themen der Mitgliedsverbände, indem er Content (Stellungnahmen usw.) produziere und Events (Hintergrundgespräche, „Praxis für Politik“ usw.) organisiere und die Verbreitung befördere. „Der BDWi holt seine Stakeholder entsprechend ihres Nutzungsverhaltens ab, auf der Website, über Newsletter, Facebook oder Twitter“, konstatierte Bannas abschließend.

Manon Struck-Pacyna machte deutlich, dass die politische Interessen-vertetung für den BLL als Spitzenverband der deutschen Lebensmittel-wirtschaft der wichtigste Baustein der Verbandskommunikation sei. „Lange Zeit fand diese ausschließlich auf klassische Weise in Form von Veranstaltungen, Hintergrundgesprächen, Newslettern etc. statt. Doch seit Anfang 2014 bringt der BLL seine hohe fachliche Expertise auch digital ein“, schilderte Struck-Pacyna die Ausgangslage. Die Verbands-Website im Responsive Design und der Twitter-Kanal @BLL_de seien mittlerweile aus dem Daily Business nicht mehr wegzudenken. „Gerade auf Twitter sind viele wichtige Politiker und politische Organisationen aktiv. Egal ob als Live-Kommunikation von Veranstaltungen mit politischen Gästen oder themenspezifische Interaktion über direkte Ansprache oder klug gewählte Hashtags – schneller und vor allem für die Öffentlichkeit transparenter als über Twitter kann man Abgeordnete heutzutage nicht erreichen“, gab die Oecotrophologin den anwesenden Verbandsvertretern mit auf den Weg.
Mehr Tipps im Vortrag.

In der anschließenden Diskussionsrunde beantworteten die beiden Referenten die Fragen der Teilnehmer. Das Plenum tauschte sich unter anderem über die Erfolgsfaktoren für gute Posts sowie die Erfolgsmessung bei der politischen Kommunikation in den Social Media aus.

Christian H. Schuster (IFK Berlin), Leiter des Arbeitskreises Verbands-kommunikation, fasste die Diskussion zusammen: „Facebook und Twitter können die klassischen Lobbying-Instrumente nicht ersetzen. Für einen modernen Verband sind die sozialen Netzwerke eine sinnvolle Ergänzung. Verbände können sowohl Politikern und Mitgliedern, als auch der Öffentlichkeit zeigen, dass sie die politische Interessenvertretung ernst nehmen und auch im digitalen Raum als Sprachrohr der Mitglieder fungieren.“

Vortrag von Manon Struck-Pacyna "Digitale Kommunikation und Digital Public Affairs" (PDF-Datei)


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